Blutegel Therapie


Blutegel...

Zwei bis zehn Blutegel werden auf der zu behandelnden Stelle platziert. Der Biss des Blutegels ist relativ schmerzarm. Er wird häufig mit einem Insekten- oder Nadelstich verglichen.
Währen des Saugens scheidet der Blutegel ein Sekret in die Wunde ab. Dieses enthält unter anderem eine Histamin-ähnliche Substanz, die die Blutgefäße erweitert. Dadurch wird die Blutfülle im Gewebe rund um die Wunde erhöht. Zudem wird Hirudin abgegeben, es wirkt lokal gerinnungs- und entzündungshemmend.

Nach 20 Minuten bis 2 Stunden ist der Egel gesättigt und lässt los. Die Wunde blutet mehrere Stunden lang nach und muss verbunden werden.

Die Blutegeltherapie wird häufig begleitend zu anderen Behandlungsverfahren eingesetzt.

Hauptanwendungsgebiete

  • Krampfandern
  • Daumenarthrose
  • Tennisellenbogen
  • Kniearthrose
  • Kniearthritis
  • Wirbelsäulenbeschwerden
  • Tinnitus
  • Migräne
  • Blutergüsse
  • Narbenschmerzen

Gegenanzeigen bei einer Blutegeltherapie

  • Angeborene und erworbene Blutgerinnungsstörungen
  • Blutarmut
  • Abwehrschwäche
  • Bekannte Allergien gegen das Sekret der Blutegel
  • Gleichzeitige Therapien mit quecksilberhaltigern Präparaten
  • Therapie mit ASS
  • Neigung zur verstärkten Narbenbildung
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Schlechter Allgemeinzustand